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Niedermolekulare Heparine

Heparine gehören zur Familie der Gerinnungshemmer. Während früher die sogenannten hochmolekularen Heparine verwendet wurden, haben sich heute die niedermolekularen Heparine (NMH) durchgesetzt. Das liegt daran, dass niedermolekulare Heparine eine bessere Bioverfügbarkeit haben und sehr viel seltener Nebenwirkungen auslösen.

Wann werden niedermolekulare Heparine angewendet?

• Zur Therapie von tiefen Venenthrombosen und Lungenembolien
• Zur Vorbeugung gegen Thrombosen (Thromboseprophylaxe) in Risikosituationen

Niedermolekulare Heparine in der Schwangerschaft und vor der Entbindung

Frauen, die bereits eine Thrombose hatten oder bei denen eine Thrombophilie besteht, sollten in der Schwangerschaft NMH spritzen, um (weitere) Thrombosen zu vermeiden.
Die NMH-Moleküle können die Plazentaschranke nicht passieren und schädigen das Kind nicht.

Muss die Wirkung von niedermolekularen Heparinen überwacht werden?

Ein generelles Monitoring ist nicht erforderlich. Allerdings kann eine Überprüfung der NMH-Wirkung z. B. in der Schwangerschaft oder bei Nierenerkrankungen sinnvoll sein.

Bridging mit Heparin

Vor Operationen muss bei Patienten unter gerinnungshemmender Therapie mit Vitamin-K-Antagonisten manchmal ein sogenanntes Bridging (Überbrückung) mit NMH durchgeführt werden. In der Regel wird eine Woche vor dem geplanten Eingriff das gerinnungshemmende Medikament abgesetzt.

 

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