Zecken-Alarm!

Zecken saugen häufiger an Hunden als an Menschen. Borreliose ist daher auch die zweithäufigste Infektionskrankheit des Hundes. Fatal: Die Anfangssymptome wie Abgeschlagenheit und Fieber sind unspezifisch und können alle möglichen Ursachen haben. Deshalb wird Borreliose häufig erst im Spätstadium diagnostiziert. Wer mit seinem Vierbeiner durch Wiesen und Wälder streift, sollte daran denken, dass mittlerweile fast ganzjährig Zeckensaison ist.

Die Erreger gelangen in den Blutkreislauf. Das führt zu zahlreichen Abwehreaktionen des Körpers. Gelingt es dem Immunsystem, die Bakterien an der Vermehrung zu hindern und abzutöten, so hat zwar eine Infektion stattgefunden, es kommt jedoch nicht zu einer Erkrankung.

Wie erkennt man eine Borreliose?

Symptome wie Fieber, Mattigkeit und Appetitlosigkeit sind häufige Begleiterschei­nungen einer Borreliose. Als erstes charakteristisches Krankheitszeichen beim Menschen entwickelt sich häufig die typische Rötung der Haut. Diese Wanderrröte kann beim Hund ebenfalls auftreten, wird meist jedoch wegen des dichten Fells übersehen. Ebenfalls charakteristisch sind Gelenkentzündungen, die zu Schwellungen, Gliederschmerzen und Lahmheiten führen.

Wie lässt sich eine Infektion im Labor feststellen?

1. Antikörper im Blut:
Sobald das Immunsystem mit Borrelien in Berührung kommt, werden Antikörper gebildet. Diese können Monate, manchmal noch Jahre nach einer Infektion im Blut nachgewiesen werden. Sie sagen jedoch nur wenig darüber aus, ob akut eine Erkrankung besteht oder nicht. Die Bestimmung der Antikörper nennt man deshalb "indirekten" Nachweis, weil nicht die Erreger selbst aufgespürt werden, sondern die Spuren, die er im Körper hinterlässt. Oder einst hinterlassen hat.

2. Erregernachweis:
Mit Hilfe hoch entwickelter Verfahren ist es indes auch möglich, die Borrelien "direkt" nachzuweisen. Dafür nimmt man entweder die Zecke selbst her (tot oder lebendig), nachdem das Spinnentier aus der Haut entfernt worden ist. Oder aber dem zeckenbefallenen Hund werden zum Beispiel Gelenkflüssigkeit oder Hautproben abgenommen und nach winzigen Mengen genetischen Materials der Erreger abgesucht. Ihr Tierarzt empfiehlt Ihnen die für Ihren Hund sinnvollste Möglichkeit.

 

Die Wald- und Wiesenkrankheit [Download PDF, 445 KB]

Zeckenstich beim Mensch

Wie Sie vorgehen sollten, wenn Sie selbst von einer Zecke gestochen wurden, sowie u.a. Informationen zu den Untersuchungskosten entnehmen Sie bitte unserer Seite Zeckenlabor