15.04.2009

Pferde altern gesund – mit dem Vorsorgeprofil von synlab.vet

Pferde, die ein höheres Alter erreichen, genießen bei Ihren Besitzern meist den Status eines Familienmitgliedes und werden oft liebevoll umsorgt. Dazu gehört auch der Wunsch den Gesundheitsstatus des Tieres über eine Blutprobenahme abzuschätzen.

Die häufigsten Erkrankungen beim geriatrischen Pferd betreffen den Magen-Darmtrakt (von der Zahnproblematik über metabolische Störungen bis hin zur Kolik), gefolgt von Erkrankungen des Bewegungsapparates und des Respirationstraktes. Aber auch degenerative Herzerkrankungen, Störungen des Hormonhaushaltes - mit dem equinen Cushing-Syndrom an erster Stelle - Leber- und Nierenerkrankungen und Tumoren werden bei älteren Pferden vermehrt gesehen.

Speziell für diese Altersgruppe bietet synlab.vet das Geriatriescreening Pferd an. Es umfasst das „große Screening Pferd“ plus Eiweiß-Elektrophorese, sowie die Bestimmungen von α-HBDH und Vitamine E und A.

Bei Cushing-Verdacht empfiehlt synlab.vet zusätzlich den Nachweis von ACTH aus gefrorenem EDTA-Plasma zur weiteren Abklärung.

α-HBDH: Bei Myokardschädigung werden Anstiege der LDH und der CK beobachtet. Diese Enzyme sind beim Pferd nicht herzmuskelspezifisch. Zur Abgrenzung von Skelettmuskel-Erkrankungen gibt die α-HBDH wertvolle Hinweise. Ein deutlicher Anstieg der α-HBDH spricht für einen Herzmuskelschaden.

Mineralstoffe Ca /PO4 und Vitamine A und E: Ältere Pferde haben manchmal die Tendenz Phosphat schlechter zu verwerten. Das Futter sollte also kein zu weites Ca/PO4-Verhältnis haben. Der Bedarf an den Vitaminen E und A kann deutlich ansteigen. Da diese fettlöslichen Vitamine jedoch nicht einfach über die Niere ausgeschieden werden können, und eine Vitamin A Überdosierung toxische Folgen haben kann, ist von einer unkontrollierten Erhöhung dieser Vitamine bei der Fütterung abzuraten.

Eiweiß-Elektrophorese: Immunvermittelte Erkrankungen und akute Entzündungen können zu einer Erhöhung der α- und ß-Globuline führen. Chronische Entzündungen oder Infektionen zeigen sich eher in einer polyklonalen Gammopathie. Eine polyklonale Hypergammaglobulinämie findet man auch bei Neoplasien (z.B. Lymphom). Beim Plasmazellmyelom tritt typischerweise eine monoklonale Gammopathie auf.  

Werte für AP, AST oder γ-GT: Erhöhungen dieser Werte deuten auf eine Lebererkrankung hin. Sollten zudem auch Glucose und Triglycerid-Werte über dem Normwert liegen, kann das Hinweis auf eine equine Cushing-Erkrankung sein, die beim älteren Pferd häufiger zu beobachten ist.

Kategorie: Pferde